Wie im Fluge ...

Schnell ist das "alte" Jahr vergangen, wohl auch, weil es viele interessante Geschichten geschrieben hat. Bei uns, für Sie: über Kostenexplosionen und Planungsmängel beim Bahnprojekt Stuttgart 21, über Ungereimtheiten und Vertuschungsversuche in Mappus-Untersuchungsausschüssen, über Aufregendes und Absurdes im politischen Alltag. Was ist aus den Geschichten und ihren Protagonisten geworden? Darauf wollen wir in der 144. Kontext-Ausgabe, die am ersten Tag des neuen Jahres erscheint, Antworten liefern. Wir haben Kontext-Artikel aus 2013 ausgewählt und, wo möglich, fortgeschrieben. Unter den Updates findet sich der Link zum Originalbeitrag. Nicht zu vergessen:

Die Kontext-Redaktion wünscht allen Lesern ein erfolgreiches, gesundes und lesenswertes 2014!

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Weniger Werkverträge bei der Daimler AG

Hungerlohn unterm Daimler-Stern. Das war die Sensation im Mai 2013. Werk- oder Schein-Werkverträge machen es möglich. Bei Autobauern und anderswo. Inzwischen hat Daimler einige Zugeständnisse gemacht. Jetzt wird sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mit dem Thema befassen müssen.

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Kohle für Kohle: Wie Lobbyisten und Großkoalitionäre gemeinsam profitieren

Beamte, die mehr als zehn Euro annehmen, gelten als bestechlich. Doch wenn Parteien, deren oberste Funktionäre die Bundesregierung stellen, Millionen kassieren, dann ist das legal. Einzige Bedingung: Größere Zuwendungen müssen veröffentlicht werden. Zwei Großspenden der Evonik Industries AG im November 2013 an SPD und CDU schmecken jedoch nicht nur nach Lobbyismus. Sie riechen auch nach strafbarer Korruption und Untreue. Denn der Essener Chemiekonzern wird ausgerechnet von führenden Genossen und Christdemokraten kontrolliert.

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Das starke Geschlecht zur Räson bringen

Das wollen die Frauen(-verbände) den Landespolitikern nicht durchgehen lassen. Grün-Rot hatte in einem krummen Geschäft mit der CDU ein Wahlversprechen geopfert: Eine Wahlrechtsänderung, die endlich mehr Frauen in den Landtag bringen sollte.

 

Das vermeintliche Foto-Finish

Kontext-Karikaturist Oliver Stenzel kommentierte zur Bundestagswahl 2013 das prognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU-Kandidat Stefan Kaufmann und Grünen-Kandidat Cem-Özdemir im Wahlkreis Stuttgart 1 – das am Ende dann doch ausblieb.

Wie das Wettern laufen lernte

Warum das "Wettern der Woche" nur gedruckt? Ausgerechnet Peter Grohmann, stadtbekannt als scharfzüngiger Kabarettist, als gewitzter Moderator, als unüberhörbarer montäglicher Ausrufer seines Bürgerbriefs? Der Mann kann doch reden, auch vor der Kamera - und wie!

Siggi und das neue Lebensgefühl

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die Akten liegen wohl geordnet auf dem Tisch – Siegfried Kauder fühlt sich „rundum wohl“. Sagt der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis und man ist geneigt, ihm zu glauben. Trotz des brutalen Absturzes aus der Politik.

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Tiefergelegt, aber nicht höher angesehen

"Mehrheit gegen Stuttgart 21". Mit diesem Umfrage-Ergebnis überraschte Kontext Ende Februar die Bahnspitze und Projektbefürworter von CDU, SPD und FDP. Von der Bildzeitung bis zur taz berichteten die Medien über die kleine Sensation. Denn erstmals seit gut zwei Jahren kippte die Stimmung wieder.

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Stuttgart: Hauptstadt des Verdrängens

Der Maler Oskar Zügel hat schon früh die Schreckensherrschaft der Nazis illustriert. Zur Erinnerung an die nationalsozialistische Machtergreifung vor 80 Jahren wurde sein bedeutendstes Werk im vergangenen Jahr in Berlin gezeigt. Seiner Heimatstadt Stuttgart war der Künstler bislang keine Ausstellung wert.

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Rassismus kennt keine Altersgrenze

Sie kennt die Reaktionen. Wenn man den alten Menschen im Heim das Essen bringt, nicht typisch deutsch aussieht und Arbeitskleidung trägt. Unsere Autorin Natalie Beier hat im Altenheim gejobbt und stellte dabei fest, dass der Ton vermeintlich ausländischen Pflegerinen gegenüber oft respektlos bis unverschämt ist.

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Mit der Sense durchs Verlagshaus

Der "Interne Mittelfinger" war der meistgelesene Beitrag in Kontext 2013. Im April hatten wir über das Schwäbische Tagblatt berichtet, das einmal deutschlandweit bekannt war: bissig, kritisch, gut. Mittlerweile wird das Blatt, wie fast alle Tageszeitungen, an allen Ecken und Enden kaputt gespart.

Mit freundlichem Abschiedsgruß

Ein Brief an den ehemaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus ist eigentlich keine allzu große Sache. Dann aber schon, wenn eine Richterin dem Ex-MP ihre "Freude" über dessen "klare Haltung" zum Bahnprojekt S 21 mitgeteilt haben soll. Und gleichzeitig Verfahren gegen S 21-Gegner führt.

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Menschenkette 2.0 in Oberschwaben

Made Höld würde Edward Snowden, der die NSA-Spähaffäre aufdeckte, sofort Asyl gewähren. Im Juli 2013 schlug der Ravensburger Druckermeister Bundespräsident Gauck vor, dem Whistleblower Unterschlupf in der hiesigen Kultkneipe "Räuberhöhle" zu bieten. Snowden sitzt noch immer in Moskau fest - Höld und die "Freunde der Räuberhöhle" starteten derweil die Toleranzaktion "Oberschwaben ist bunt".

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Zschäpe - nur die Spitze des Eisbergs

Noch bevor der NSU-Prozess Mitte April begann, starrten alle auf Beate Zschäpe. Später auf ihre Kleidung und wann und wie sie lächelte. Eine Frau bei den Neonazis scheint immer noch exotisch zu sein. Uns interessierte nicht die Oberfläche, sondern welche Rolle Frauen auf Rechtsaußen spielen. Am 16. Januar 2014 wird das Thema wieder aktuell. Am Münchner Oberlandesgericht steht der Polizistinnenmord in Heilbronn auf der Tagesordnung.

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Der Kretsche als kultiger Kümmerer

Unsere Politcomic ist inzwischen Kult: Der Ökodiktator, der seine Vasallen von der Landesregierung zwingt, jeden Sonntag um 9 Uhr mit ihm über die Schwäbische Alb zu wandern. Die Serie von "taz"-Reporter Peter Unfried und Illustrator Björn Dermann nimmt landespolitische Entwicklungen aufs Korn. Auch heute noch von bohrender Aktualität: Die grün-rote Diskussion um Tunnelpatinnen aus den Reihen der Landes-Politprominenz.

... ist das Kontext-Jahr 2013 vergangen

Der Staccato-Rückblick 2013 aus Innensicht: Relaunch unseres Web-Auftritts im Mai, mit neuer Kommentar-Funktion, die seither fleißig genutzt wird; eine Auszeichnung durch den Willi-Bleicher-Preis (für Beitrag "Emmas Enkel bei Tante Verdi"); ein Lob des "Spiegel" ("Elite-Produkt"); ein erstes Buch ("Politische Justiz in unserem Land"); seit April bundesweit verbreitet als Print-Beilage der "Samstags-taz" (Auflage 60 000); seit Dezember verstärkt präsent bei Facebook, Twitter & Co. So viel in aller Kürze, so viel zu einem bewegten Jahr, das für Kontext ein gelungenes war.

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